Ellenbogenbandagen zur Prävention von Verletzungen

Ellenbogenbandage

Eine Ellenbogenbandage zur Prävention gegen Verletzungen

Eine Ellenbogenbandage dient dazu, das Auftreten von Verletzungen zu verhindern oder zumindest deren Schwere zu mindern. Um dieser präventiven Wirkung gerecht zu werden, wird eine derartige Bandage über das Ellenbogengelenk sowie über die angrenzenden Bereiche von Unterarm und Oberarm gezogen. Diese sollte eng anliegen, da sie sonst verrutscht oder sogar komplett herunterrutscht, was nicht nur bei sportlichen Aktivitäten sehr hinderlich ist.

Es gibt verschiedene Ausführungen von Ellenbogenbandagen, wobei man zwei grundlegende Ausführungen unterscheiden kann: Jene mit aufgebrachten Schutzpolster an der Außenseite des Ellenbogengelenks und Modelle ohne Schutzpolster. Letztere eignen sich auch zum Tragen unter Bekleidung, da sie nur wenige Millimeter dick sind.

Ellenbogenbandagen mit integrierten Schutzpolstern

Ellbogenbandagen mit integrierten Schutzpolstern tragen dagegen mehr auf und können deshalb meist nicht unter Bekleidung getragen werden. Ihr großer Vorzug ist es aber, daß das Schutzpolster das Ellenbogengelenk an der Außenseite gegen Schläge und Stöße sowie bei Stürzen schützt.

Die meisten Ellenbogenbandagen, die gegenwärtig von Herstellern wie Rehband, McDavid, Mueller und Otto Bock erhältlich sind, bestehen aus hochwertigem Neopren. Dieses Material hat den Vorteil, daß er sehr stabil und dehnbar, gleichzeitig aber auch sehr langlebig und wärmeisolierend ist. Bandagen aus Neopren halten deshalb die Wärme gut, was insbesondere zu therapeutischen Zwecken von Vorteil ist.

Nachteilig daran ist, daß derartige Neoprenbandagen nicht atmungsaktiv sind und daneben manche Allergiker Probleme mit diesen haben. Als Alternative bieten sich Strickbandagen an, wie sie von Kränzle, Mueller und McDavid angeboten werden und von denen es teilweise auch Modelle mit aufgebrachten Schutzpolstern für Ballsportarten gibt. Derartige Strickbandagen sind atmungsaktiv und liegen gut am Ellenbogen an, haben aber naturgemäß nicht die schützende Wirkung, die Neoprenbandagen bieten.

Eine Ellenbogenbandage bei Tennisarm und Golferellenbogen

Eine Ellenbogenbandage eignet sich auch zur Verwendung bei spezifischen Erkrankungen von Unterarm und Ellenbogen wie Tennisarm und Golferellenbogen. Bei beiden Krankheiten sind Entzündungen die Ursache für Schmerzen, die weit über den unmittelbar betroffenen Bereich hinaus ausstrahlen können. Und für beide Krankheiten gibt es eine Reihe unterschiedlicher Behandlungsmethoden, die von Arzneimittel über physiotherapeutische Behandlungen, Injektionen bis hin zu Operationen reichen.

Eine weitere Methode, mit der den beim Tennisarm und bei Golferellenbogen auftretenden Schmerzen entgegengewirkt wird, ist das Tragen einer Ellenbogenbandage. Diese hat den Effekt, daß von ihr eine wärmende Wirkung ausgeht und eine derartige therapeutische Wärme bei vielen Patienten zu einer Schmerzlinderung führt.

Ob sich beim Vorliegen einer der genannten Erkrankungen eine Ellbogenbandage empfiehlt, kann aber nur von einem Arzt empfohlen werden. Deshalb sei hier ausdrücklich betont, daß man bei Schmerzen oder anderen gesundheitlichen Beschwerden unbedingt einen Arzt aufsuchen sollte, statt eine Selbstmedikation als Lösung anzusehen.

Um den spezifischen Bedürfnissen von Patienten gerecht zu werden, die unter Tennisarm und Golferellenbogen leiden, gibt es von Herstellern wie Rehband, McDavid und Mueller eine sogenannte Tennisarmbandage, für die sich auch die Bezeichnung Tennisellenbogengurt beziehungsweise Tennisarmstütze eingebürgert hat. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß eine derartige Ellenbogenbandage nicht nur zu therapeutischen, sondern auch zu präventiven Zwecken getragen werden kann.